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PV-Anlage auf denkmalgeschützter Kirche unzulässig

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München hat mit seinem Beschluss vom 12.10.2010, Az. 14 ZB 09.1289, eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Ansbach bestätigt, dass die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach einer unter Denkmalschutz stehenden Kirche aus dem vorigen Jahrhundert gegen das Bayerische Denkmalschutzgesetz verstößt.

Eine Pfarrkirchenstiftung, die eine denkmalschutzrechtliche Erlaubnis zum Einbau einer Photovoltaikanlage beantragt, aber nicht erhalten hatte, hatte vor den Bayerischen Verwaltungsgerichten geklagt. Nach Auffassung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes, sei nicht zu beanstanden, dass das Verwaltungsgericht das Gebäude als ein typisches Nürnberger Kirchenbauwerk der zwanziger und dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts eingestuft habe. Dessen Denkmaleigenschaft wurde auch nicht durch Anbauten aus den 1960iger Jahren beseitigt. Selbst wenn die Photovoltaikanlage zu einem überwiegenden Teil auf dem Anbau errichtet werde, komme es nicht, so der Bayerische Verwaltungsgerichtshof, darauf an, ob auch dieses Gebäude als Denkmal zu werten sei, denn durch die unmittelbare Nähe wirke die Photovoltaikanlage jedenfalls auf das denkmalgeschützte ursprüngliche Kirchenbauwerk ein.

Eingestellt am: 22.10.2010