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Niedersächsisches Finanzgericht bestätigt steuerliche Konzeption von Windenergiefonds

Nach Angaben des iwr-pressedienstes hat das Niedersächsische Finanzgericht am 29. Januar 2009 entschieden, dass bei der Besteuerung von Publikumsgesellschaften im Zusammenhang mit Windenergieanlagen die in den AfA-Tabellen zugrunde gelegten Abschreibungszeiträume anzuwenden sind.

Vorliegend hatte eine Publikumsgesellschaft ("Betreiber KG") geklagt, nachdem diese aufgrund einer Betriebsprüfung vom Finanzamt neue Steuerbescheide erhalten hatte, die unter anderem auf verlängerten Abschreibungszeiträumen der Windenergieanlagen basierten. Prüfungen des zuständigen Finanzamtes beim Initiator der Betreiber KG führten bei den Steuererklärungen der Betreiber KG für die Jahre 2000 bis 2003 unter anderem zu einer veränderten Berechnung der Abschreibungszeiträume mit entsprechenden Auswirkungen für die Anleger. Bei der steuerlichen Konzeption hatten bis dahin zahlreiche Initiatoren von Windenergiefonds generell die in den AfA-Tabellen festgelegten sogenannten "betriebsgewöhnlichen Abschreibungszeiträume" von 12 bzw. 16 Jahren zugrunde gelegt. Das zuständige Finanzamt war der Auffassung, dass ein Abschreibungszeitraum von 20 Jahren zugrunde gelegt werden muss.

Das Niedersächsische Finanzgericht hat nun entschieden, dass die in den AfA-Tabellen zugrunde gelegten Abschreibungszeiträume auf Publikumsgesellschaften anzuwenden sind und nicht wie das zuständige Finanzamt der Auffassung war, ein Abschreibungszeitraum von 20 Jahren.

Eingestellt am: 20.02.2009