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BFH: Einkünfteerzielungsabsicht bei Vermietung von Gewerbeobjekten

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit seinem Urteil von 20.03.2010, Az.: IX R 49/09, entschieden, dass bei Gewerbeobjekten - anders als bei Wohnobjekten - auch bei langfristiger Vermietung eine Einkünfteerzielungsabsicht nicht vermutet wird, sondern im Einzelfall konkret vom Finanzgericht festzustellen ist.

Der Abzug von Werbungskosten bei der Einkunftsart "Vermietung und Verpachtung" erfordere, dass der Steuerpflichtige die Absicht habe, aus der Vermietung auf Dauer einen Einnahmenüberschuss zu erzielen, so der BFH. Hiervon sei bei einer auf Dauer angelegten Vermietungstätigkeit grundsätzlich auszugehen. Dies gelte aber nur für die Vermietung von Wohnungen, nicht indes auch für die Vermietung von Gewerbeobjekten. Bei Gewerbeimmobilien habe das Finanzgericht im Einzelfall festzustellen, ob der Steuerpflichtige beabsichtigt (hat), auf die voraussichtliche Dauer der Nutzung einen Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten zu erzielen.

Die Anerkennung von Verlusten bei Vermietung von Gewerbeimmobilien wird dadurch erschwert.

Eingestellt am: 01.10.2010